Olympiastützpunkt Brandenburg

Die Flotte des Deutschen Kanuverbandes (DKV) hat beim 3. Weltcup in Duisburg acht Podestplätze in den olympischen Disziplinen ergattert. Schon am ersten Finaltag konnte der Canadierfahrer Sebastian Brendel vom KC Potsdam im Einer über 1000 Meter den Sieg erringen. „Das war hart, aber ich konnte das Rennen souverän runterfahren“, freute sich der WM-Dritte über diese Distanz von 2010. Am Sonntag wurde Brendel noch Vierter im 200-m-Sprint. Thomas Wylenzek (Essen), Stefan Holtz (Karlsruhe) sowie die Potsdamern Stefan Kiraj und Brendel entschieden zudem die viermal 200-m-Staffel.
Dramatisch das Rennen der Kajak-Damen im Vierer über 500 m, in dem die Potsdamerin Franziska Weber mitpaddelte. Die Polinnen auf der Nebenbahn hatten sich versteuert und das deutsche Boot touchiert. Nach einer Schrecksekunde fingen sich alle wieder. Es reichte noch zu Silber nach Großbritannien und vor Polen. Mit ihrer Freundin Tina Dietze aus Leipzig triumphierte Franziska Weber zudem im Zweier über den halben Kilometer – vor Duos aus Polen und Russland.
Im Einer-Kajak belegte Ronald Rauhe auf der Wedau nur Rang sechs. Hoffnung macht derweil der Bronze-Gewinn von Rauhe und Jonas Ems (Essen). Beide haben offensichtlich im Sprint-Zweier gut zusammengefunden.
Lediglich ins B-Finale gelangten die beiden deutschen Besatzungen im Zweier-Canadier, die durch Ronald Verch/Erik Rebstock (Potsdam/Neubrandenburg) und Erik Leue/Robert Nuck (Magdeburg/Leipzig) gebildet wurden. „Hier werden sicher noch weitere Personalkonstellationen für internationale Wettkämpfe ausprobiert“, so Trainer Ralph Welke.
Anne Knorr (Leipzig) und Birka Zimmermann aus Potsdam erreichten im K2 Bronze über die nichtolympischen 1000 m – über 200 m wurden sie Sechste. Kiraj und Björn Wäschke (Berlin) holten Bronze im C2 und kamen über 500 m auf Rang sechs.
Chefbundestrainer Reiner Kießler urteilte: „In Duisburg hat sich gezeigt, dass die Konkurrenz nicht schläft. Es ist in vielen Disziplinen eine ganze Menge in Bewegung.“ Nach Auswertung der Resultate wird nun der Kader für die WM im August in Szeged/Ungarn und internationale Aufgaben wie die EM formiert. Heute tagt der Trainerrat. (Von Ralf Thürsam)