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Ringen / Europameisterschaften der Altersklasse U-23 vom 7. bis 13. März 2022 in Plovdiv (BUL)

Plovdiv – Bei den Europameisterschaften der Altersklasse U-23 schnitten die Ringer und Ringerinnen aus dem Bundesstützpunkt Frankfurt (Oder) überaus erfolgreich ab. Den Auftakt machte Steven Ecker (55 kg) mit dem Griechisch-Römisch-Team. Der Papiergewichtler scheiterte knapp an Bronze und belegte den 5. Platz.

Erfolgreicher lief es bei den jungen Damen, Lisa Ersel (50 kg) und Luisa Scheel (62 kg) kehrten mit Bronze aus Bulgarien zurück.

Bei den Ringern im freien Ringkampf war es der Ex-Luckenwalder Joshua Morodion (92 kg), der die Silbermedaille gewann.

Spannend und knapp ging es im kleinen Finale um Bronze in der leichtesten Kategorie (55 kg) zwischen Steven Ecker und Artjom Deleanu (MDA) zu, die erste Runde gehörte dem Moldawier, der zweite Kampfabschnitt dem DRB-Ringer, der am Ende nur hauchdünn mit 6:7 das Nachsehen hatte und damit den 5. Platz belegt.

Aufgrund der geringen Teilnehmerzahlen stand Steven Ecker (55 kg) nach einer 0:9-Auftaktniederlage gegen Emre Mutlu (TUR) bereits im Kampf um Bronze.

„Eine Medaille war das Ziel, dass wir mit Bronze durch Idris Ibaev (SV Wacker Burghausen) erreicht haben, doch wir haben mehrere Möglichkeiten auf Edelmetall liegenlassen“, verweist Bundestrainer Michael Carl auf Steven Ecker, der nur knapp an Bronze scheiterte.

Lisa Ersel (50 kg) unterlag in der Qualifikation gegen Szimonetta Szeker (HUN) mit 3:6 Punkten. Da die Ungarin das Finale erreichte, konnte Lisa Ersel in der Hoffnungsrunde weiter kämpfen, wo sie Maria Leorda (MDA) mit 4:0 bezwang. Damit stand Lisa Ersel, die in Berlin, beim SV Luftfahrt mit dem Ringen begann, seit mehreren Jahren am Bundesstützpunkt Frankfurt (Oder) trainiert, im kleinen Finale um Bronze. Mit Shahana Nazarova (AZE) lieferte sich die DRB-Ringerin einen spannenden Kampf, 14 Sekunden vor dem Ende der Begegnung ging Ersel mit 9:8 in Führung und behauptete den Vorsprung bis zum Schlussgong.

Mit Luisa Scheel (62 kg) stand eine weitere Ringerin aus dem Bundesstützpunkt Frankfurt (Oder) im kleinen Finale um Bronze. Das ‚Küken‘ in der Auswahl um Bundestrainer Patrick Loes machte gegen Nikolett Szabo (HUN) einen großen Kampf, den sie vor allem durch eine starke zweite Kampfrunde mit 5:3 Punkten gewann.

Sieg und Niederlage gab es für Luisa Scheel (62 kg) bei den Vorrundenbegegnungen am Vortag, die Ringerin vom SV Warnemünde behielt im Viertelfinale gegen Merve Karadeniz (TUR) mit 5:1 die Oberhand, im Halbfinale wurde Luisa Scheel jedoch von Anna Fabian (SRB) auf beide Schultern gedrückt, stand damit jedoch im kleinen Finale um Bronze.

„Ich habe mich sehr über die Medaille von Lisa Ersel, gefreut, dieser Erfolg tut ihr mental sehr gut, aber auch über Luisa Scheel, die in Plovdiv eine Altersklasse übersprungen hat und dennoch auf das Podium kletterte“, so Loes, der mit den DRB-Damen in der Nationenwertung einen hervorragenden 7. Platz erreichte.

Joshua Morodion (92 kg) zog mit klaren Siegen über Ilia Hristov (BUL) und Gheorghe Erhan (MDA) ins Finale ein, dort traf er am Sonntag auf Feyzullah Akturk (TUR), der den DRB-Ringer immer wieder aus der Kampffläche schob und dafür Punkte kassierte. Ein Finalkampf ohne Technik und ohne Glanz, Morodion hatte dem physisch starkem Türken nichts entgegenzusetzen.

Dennoch – nimmt man die Turnierleistung von Joshua Morodion, der beim VfL Tegel Berlin mit dem Ringen begann, am Stützpunkt in Luckenwalde die leistungssportliche Laufbahn einschlug und nun in Heidelberg studiert und trainiert, so ist EM-Silber durchaus verdient.

„Insgesamt 7 Medaillen, das ist schon eine ordentliche Hausnummer“, so der DRB-Vizepräsident Sport Alexander Leipold, der die Einführung dieser Altersklasse U-23 gut findet, da der Sprung von den Junioren in den Männer und Frauenbereich doch recht groß war.

„Ich bin stolz auf die Leistungen, die insgesamt gezeigt wurden, die Athleten und Athletinnen haben gute Kämpfe gezeigt und den Adler auf ihrer Brust ordentlich vertreten“, verweist Leipold aber auch auf ein gutes Umfeld mit dem gesamten Betreuungsteam, dass ebenfalls großen Anteil am Erfolg hat.

Author: Jörg Richter

Bild: Lisa Ersel im Kampf gegen Maria Leorda (MDA), mit ihrem Sieg kämpfte sie sich ins kleine Finale um Bronze, das die Ringerin aus dem Bundesstützpunkt Frankfurt(O.) für sich entscheiden konnte.