Olympiastützpunkt Brandenburg

Romy Tarangul und Mareen Kräh wurden EM-Dritte. Viola Wächter, Sebastian Seidl und Robert Kopiske schieden aus. Unsere Athletinnen haben heute mit zwei Bronzemedaillen schon am ersten EM-Tag ein Ergebnis erreicht, was bereits die letzten beiden EM überragt. 
Nach jeweils zwei Bronzemedaillen 2010 und 2011 durch das deutsche Team punkteten heute Romy Tarangul und Mareen Kräh in Tscheljabinsk und erkämften nicht nur die Bronzemedaille, sondern Romy auch das Ticket nach London. 



Romy Tarangul (Frankfurt/Oder, bis 52 kg) stand nach einem Sieg über die Ukrainerin Hevondian bereits im Poolfinale. Dort scheiterte sie jedoch an der Russin Kuzutina. 
In der Trostrunde kämpfte sie noch einmal gut auf und gewann beide Kämpfe und damit Bronze. Dabei gewann sie auch gegen ihre unmittelbare Verfolgerin in der Olympia-Rangliste, Jaana Sundberg aus Finnland und gegen die Spanierin Carascosa. „Ich habe nun ein paar Pünktchen gut gemacht“, freut sie sich über die Absicherung ihres Olympiastartplatzes.

Gleichzeitig sicherte sie mit der Bronzemedaille auch den Angriff der Rumänin Chitu ab. Durch den Europameistertitel sicherte sich diese das Olympiaticket und entriss es in letzter Minute noch der Italienerin Forciniti, die nun nur noch über die Europa-Rangliste Chancen hat. „Ich bin überglücklich und freue mich über meine Plazierung“, sagt Romy Tarangul nach der Siegerehrung. „Ich habe Revanche genommen für meine Niederlage im letzten Jahr gegen die Spanierin Carascosa.“ Mareen Kräh aus Spremberg, die in der gleichen Gewichtsklasse bis 52 kg kämpft, hatte sich in den letzten Monaten in die Weltspitze zurück gekämpft. Trotz der Bronzemedaille – ihrer zweiten nach 2006 – ist für sie die Olympiateilnahme nicht mehr möglich. Schon allein deshalb, da es pro Gewichtsklasse nur eine Teilnehmerin an den Olympischen Spielen gibt.

Für sie war es ein besonderer Erfolg, gerade im zweiten Kampf gegen Ilse Heylen aus Belgien zu gewinnen. „Dieser Kampf war der schönste, da ich ihn gegen meine Angstgegnerin gewonnen habe“, sagt sie resümierend nach dem Wettkampf.
In den letzen drei großen internationalen Turnieren – EM 2009 und 2011, WM 2011 – scheiterte Mareen jeweils an eben dieser Sportlerin. Es war damals jeweils das frühe Aus für Mareen Kräh. 






Alle Kämpferinnen in den Finalkämpfen liegen in der Rangliste vor ihr bzw. sind die zweite Kämpferin der Nation. „Ich freue mich riesig,“ ist ihre erste Reaktion auf ihre Leistung an diesem Tag. „Das war heute ein weiterer Meilenstein zum Erreichen meines großen Zieles“, ergänzt sie.


In der 66-Kilo-Klasse der Männer standen zwei deutsche Athleten im Wettkampf. Beide haben keine Chance mehr für London 2012, sind aber sicher Hoffnungsträger für die Zukunft.
Robert Kopiske aus Potsdam, der erst vor wenigen Monaten in die 66-Kg-Klasse gewechselt ist, scheiterte am Spanier Uriarte, Sebastian Seidl aus Abensberg verlor gegen David Larose aus Frankreich. Damit schieden beide aus dem Wettkampf aus.

 Birgit Arendt