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Laura Lindemann ist U23-Weltmeisterin

Lindemann-WM-2016

Laura Lindemann hat in ihrem ersten Elite-Jahr gleich den U23-Weltmeister-Titel erringen können. Nach 1:59:18 Stunden verwies Lindemann auf Cozumel in Mexiko die Französinnen Leonie Periault und Sandra Dodet auf die Ränge zwei und drei.

Nach 1500 Metern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Laufkilometern hatte sich die zweifache Junioren-Weltmeisterin gegen alle Konkurentinnen durchgesetzt. Im Herren-Rennen der U23-Athleten hatte Teamkollege Lasse Lührs (Potsdam) Pech. In seinem ersten U23-WM-Rennen schied er mit einem Defekt am Rad aus. Neuer Weltmeister ist der Niederländer Jorik van Egdom, der sich gegen den Brasilianer Manoel Messias und den Ungar Bence Bicsák durchsetzen konnte.

„Wie Laura hier die ausgemachte Taktik umgesetzt hat, war einfach stark“, freute sich ihr Trainer Ron Schmidt, der als Projekt-Bundestrainer die DTU-Sportler vor Ort betreut. „Das war wirklich eine Top-Performance, und man muss betonen, dass es alles andere als selbstverständlich ist in der nächsthöheren Alterskategorie gleich ganz vorne dabei zu sein.“ Lobend erwähnte Schmidt auch, wie Lindemann mit der Situation umgegangen ist, nach dem Schwimmen mehr als eine Minute Rückstand zu haben. „Das klingt zwar komisch, aber so eine Situation ist Laura ja nicht gewohnt, also muss ich wirklich den Hut ziehen.“

Das beschriebene Schwimmen der bestimmenden Triathlon-Juniorin der letzten Jahre lief nicht wie gewünscht. „Die Startaufstellung war etwas unglücklich, da hatten Laura und einige ihrer Konkurrentinnen etwas Pech mit der Strömung im Meer“, so Schmidt. Lindemann hatte Rückstand auf eine fünfköpfige Führungsgruppe, die sich nach dem ersten Wechsel auf die Radstrecke machte. Nach wenigen Runden schrumpfte die Spitze allerdings auf drei Frauen und die Verfolgerinnen kamen sukzessive näher an die Spitze heran. In der vorletzten Runde schaffte die zweite Gruppe mit der DTU-Starterin den Anschluss an das Führungstrio.

Nach dem Wechsel in die Laufschuhe ging Lindemann mit den Französinnen Leonie Periault und Sandra Dodet sowie der Estin Kaidi Kivioja an die Spitze des Feldes. Die Estin musste nach einer 10 Sekunden-Strafe die Konkurrentinnen ziehen lassen, so dass der Kampf um die Medaillen zwischen Lindemann, Periault und Dodet entfachte. Dodet konnte in der letzten Runde dem Speed ebenfalls nicht mehr folgen und mit einer Tempoverschärfung knapp einen Kilometer vor dem Ziel ließ Lindemann auch Periault stehen.